Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg ist die staatliche Regionalbibliothek für den Regierungsbezirk Schwaben. Sie dient als öffentliche Bibliothek wissenschaftlichen Zwecken, beruflicher Arbeit und persönlicher Fortbildung.

Die aus der 1537 gegründeten Stadtbibliothek entstandene heutige Staats- und Stadtbibliothek ist seit Dezember 2012 eine Dienststelle des Freistaats Bayern. Der Name steht für die Eigentümer der Bestände, den Freistaat Bayern und die Stadt Augsburg.

Ihr Bestand umfasst mehr als 540.000 Bände, darunter 1.140 laufend gehaltene Zeitschriften. Die älteren Bestände bis Mitte des 20. Jahrhunderts umfassen alle Wissensgebiete. Die Schwerpunkte der neueren Literatur liegen bei den Geisteswissenschaften, insbesondere der Geschichte, Kunst, deutschen Literatur und Theologie. Das Schrifttum zu Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bertolt Brecht wird möglichst vollständig gesammelt.

Mit 3.676 Handschriften, darunter 1.000 mittelalterlichen, 2.797 Inkunabeln und mehr als 120.000 Bänden aus der Zeit vor 1800, zählt die Bibliothek zu den großen deutschen spätmittelalterlichen-frühneuzeitlichen Sammlungen.

Seit 1911 erhält die Bibliothek als Pflichtstück alle in Bayerisch-Schwaben herausgegebenen Amtsdruckschriften, seit 1987 auch die in diesem Regierungsbezirk erschienenen Verlagserzeugnisse.

Von großer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit den beiden großen gelehrten Vereinigungen des Regierungsbezirks, dem Historischen Verein für Schwaben, dessen Geschäftsstelle die Bibliothek bis zur Verstaatlichung war, und dem Naturwissenschaftlichen Verein für Schwaben. Die Bibliothek des Historischen Vereins ist seit 1928 Eigentum der Stadt Augsburg, beherbergt in der Staats- und Stadtbibliothek.

Im Tausch gegen die Zeitschriften des Historischen Vereins und des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben erhält die Staats- und Stadtbibliothek etwa 400 Zeitschriften historischen, landes- und naturkundlichen Inhalts.